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Alexander Koppitsch
Weingut Koppitsch

Eisenstädter Str. 81
7100 Neusiedl/See |
+43 (0) 650 861 13 22   

5,5 Hektar umfasst Alexander Koppitschs und Maria Strohmayers 2011 gegründetes Weingut und auch wenn die Fläche klein und ihr Projekt noch jung ist, ist die Palette an Weinen erstaunlich umfangreich - und sie wird, bei all den Experimenten, die entweder langsam Form annehmen oder noch in Planung sind, sicher noch größer werden.
Auch wenn allen Weinen mit der gleichen Akribie begegnet wird, gilt Alexanders größte Passion dem St. Laurent. Der ist – völlig zu Unrecht – ein wenig das Stiefkind innerhalb der roten österreichischen Weinlandschaft, was nichts mit seinen Qualitäten, dafür viel mit seiner Sensibilität zu tun hat. „St. Laurent“, meint Alex, „fordert fortwährende Beschäftigung mit ihm ein. Gewährt man sie ihm, wird man mit Weinen belohnt, die mit leiser Stimme und wenig Alkohol profund und subtil von ihrem Terroir erzählen.“ Lebendige Böden spürt man folglich auch im Wein, weshalb Alex und Maria, das fortführen, was Alex Eltern und Großeltern angefangen haben. Eine Landwirtschaft, die auf Chemikalien verzichtet, vielmehr auf biologische Bewirtschaftung, Handarbeit und individuelle Pflege setzt.
Die Weingärten: das sind vor allem das Seefeld und der Neuberg (gehört zum Leithaberg), wobei in ersterem vor allem Schotter und Lehm den Ton angeben, während man unter den Neuberger Reben hauptsächlich Kalk findet. Hinter dem Haus geht zudem die Lage Prädium langsam in die Parndorfer Platte über, wo das humusreiche Terroir vor allem Platz für Zweigelt bietet. Die meisten Reben pflanzte der Vater in den 70er und 80er Jahren, es gibt aber auch richtig alte Stöcke, die 60 Jahre und mehr auf dem Buckel haben (der auf der Maische vergorene Gemischte Satz legt davon Zeugnis ab – Auspflanzjahr 1934). Wobei das Spektrum an Reben auch noch Blaufränkisch und Syrah beinhaltet, zudem aber auch Platz für eine nicht unwesentliche Bandbreite an weißen Sorten bietet.

Grünen Veltliner zum Beispiel. Der mag zwar seine angestammte Heimat im hohen Norden Österreichs haben, was aber nicht heißt, dass er rund um den See nicht ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblickt. Oder aber Welschriesling. Weißburgunder. Sauvignon Blanc. Chardonnay. Ihnen allen – wie auch den Rotweinen – widmen sich die beiden mit der gleichen akribischen Aufmerksamkeit und versuchen dabei sukzessive ihr ganzes Potenzial auszuloten. Die Philosophie marginaler Intervention wird dabei auch im Keller verfolgt. Sämtliche Weine werden spontan vergoren, nahezu alle machen einen biologischen Säureabbau durch. Die Weine gären solange sie eben brauchen und landen danach für gewöhnlich in gebrauchten Holzfässern. Gefiltert wird selten, und wenn dann grob, geschönt wird nie, geschwefelt wird gar nicht bis wenig und wenn, einzig vor der Füllung.
Ein letzter aber doch entscheidender Stein im großen Mosaik von Alex und Marias Weinkonzeption ist die Zeit. Vor allem die Lagenweine profitieren davon, öffnen sie doch im Laufe der Jahre ein Spektrum an Nuancen und Texturen, die Komplexität und Substanz mit Bekömmlichkeit und Trinkfluss vereinen.





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