Zurück zur Übersicht Kontakt per Mail Website

Julius Klein
Weingut Klein

Pernersdorf 37
2052 Pernersdorf |
+43 (0) 6767272807   

Das Weinviertel hat eine ganze Menge entschleunigte Winkel, die Gegend um Pernersdorf macht diesbezüglich keine Ausnahme. Was nicht heißt, das man nicht auch mal ordentlich Gas geben kann und genau das tun Julius Klein und seine Partnerin Viktoria Pohl gerade, nachdem sie vor kurzem das Ruder des Weinguts von Julius Eltern übernommen haben.

Viktoria ist neu am Weingut, die Lehr- und Wanderjahre hat Julius absolviert und sie haben ihn von der Weinbauschule Krems in die Keller von Willi Bründlmayer und Leo Hillinger geführt. Von dort ging es weiter in die Südtiroler Laimburg, zu einem Händler nach Deutschland und schließlich noch für einige Monate nach Neuseeland, ehe er vollgepackt mit Ideen, Überzeugungen und Visionen vom Ende der Welt wieder im Weinviertel landete.

Eine davon lautet, dass alles, was im Weingarten passiert, sich letztlich im Wein wiederspiegelt. Positives wie Negatives. Und so gilt seine ganze Aufmerksamkeit den 18 Hektar Reben, die er gemeinsam mit seinem Vater und einer kleinen Truppe an Arbeitern hegt und pflegt. Sie bringen tonnenweise Kompost aus, walzen anstatt zu mähen, streuen Stroh und begrünen, stets mit dem Ziel für einen ansprechenden Humusaufbau und ein ökologisches Gleichgewicht zu sorgen. Und – absolut entscheidend – die essentielle Grundlage, um die lokalen Feinheiten in seinen Weinen offenzulegen.

Denn genau darum geht es ihm letztlich: die Vitalität der Böden und ihre Herkunft auch im Wein erfahrbar zu machen. Geprägt ist die Pernersdorfer Hügelwelt zum einen von Löss, zum anderen – und das macht die Gegend und auch die Weine einzigartig – von Molasse, der geologischen Hinterlassenschaft des Urmeers Tethys, das einst über der Landschaft lag. In drei Einzellagen-Veltlinern, dem Rustenberg, der Wiege und dem Steinberg lotet er die Unterschiede und das Potenzial seiner natürlichen Voraussetzungen aus. In den besten Jahren kommt noch ein vierter Veltliner, mit dem Namen Urmeer hinzu, der einzig auf Molasse gewachsen von den besten Trauben des Rustenbergs stammt und nach einem Jahr im kleinen Holzfass konzentriert, cremig und getragen von exotischen Aromen das Veltlinerspektrum abschließt.

Die Akribie, mit der im Weingarten gearbeitet wird, findet im Keller seine Fortsetzung. Wie schon im Freien versucht man auch unter der Erde die Weine nur zu begleiten und ganz individuell auf einzelne Chargen einzugehen. Und auch Experimenten wird Platz eingeräumt. So vergärt man einen Teil der Veltliner, Chardonnay und Riesling mit einem kleinen Anteil ganzer Beeren, während der Gewürztraminer künftig komplett auf der Maische bleibt.

Abgerundet wird das Sortiment von drei Rotweinen, für deren Reifung man den 300-Jahre alten Gewölbekeller reaktiviert hat. Bei stabilen 12°C entwickeln sich dort Zweigelt, St. Laurent und eine klassische Bordeaux-Cuvèe über Jahre hinweg zu stoffigen, saftigen und sortentypischen Vertretern ihrer Art.







Zurück zur Übersicht